Alltagsgedanken werden ausgekotzt, bis es keine mehr gibt. Die Köpfe werden befreit von äußeren Lasten, damit der entleerte Kopf zur Aufnahme bereit ist; Ideen Bemerkungen, Fragen zum Text treten zu Tage, können bearbeitet und ans Leben angebunden werden. Daraus finden sich Spielvorschläge, die losgelöst vom Text probiert werden. Jeder ist aufgefordert sich zu äußern und eine Meinung zu bilden. Es gilt, eine Gemeinschaft zu werden, sich kennen zu lernen, nach außen abzuschotten, gegenseitig zu beeinflussen und eine gemeinsame Welt zu finden. Indem man eine Produktion beginnt, gibt man sich das stille Einverständnis in diesem Raum geschützt zu sein, alles ausprobieren zu dürfen und so eine gemeinsame Erzählform zu finden. Entfernt von sämtlichen Vorlagen wird zunächst gespielt und improvisiert, um die passende Form für den Abend zu finden. Der Probenprozess soll nicht allein zum Zweck der Aufführung dienen, er ist gemeinsam verbrachte Lebenszeit.
