Andreas Gründel / Teresa Reiber

A:        Ich will auf jeden Fall lachen im Theater.

B:        Also, ich finde es spannend, wenn es mir irgendwann im Halse stecken bleibt… Das Lachen, mein ich.

A:        Dann musst du es eben wegsingen.

B:        Vielleicht in Form einer Koloraturarie? … Ich brauche immer noch eine zweite Ebene, einen Subtext, einen Kommentar. Das können Instrumente am besten.

A:        Und das ist dann Musik-Theater. Mit Konzept.

B:        So wie bei Mozart immer …

A:        Und bei Wagner auch. Die dürfen beide bei uns mitmachen.

B:        Du, ich glaube, wir müssen uns hier ein bisschen komplexer geben.

A:        Musiktheater ist für mich immer dann am besten, wenn der Überbau in der Sinnlichkeit selbst liegt, die Erkenntnis einen sozusagen direkt aus dem Klang heraus anspringt… wenn die theatralen Elemente aneinander reiben, und so erst die Einheit entsteht – diese   Immanenz ist dem Musiktheater wesentlich!

B:        Nee, also das find ich jetzt voll post-neo-barock-trash.